Westfalen-Verband hindert Kreisligavereine an der Kooperation mit uns

Wir Hartplatzhelden hegen die Idee, uns mit Vereinen zusammenzutun. Daher traf ich mich im April mit Reiner Grundmann, dem Initiator des Protests gegen das Sonntagsspiel um 15.30 Uhr, in Düsseldorf vor dem DFB-Bundestag. Währenddessen wurde der neue Bundesliga-Spielplan mit einer Stimme Enthaltung durchgesetzt. Dort unterschrieben wir unseren Grundlagenvertrag (eher: die Absichtserklärung), der besagt, dass wir denjenigen Vereinen, die die Bildrechte ihrer Heimspiele an uns abtreten, mindestens die Hälfte aller Gewinne zukommen lassen. Gut, wir machen keine Gewinne. Aber vielleicht ja irgendwann mal. Die Amateurvereine jedenfalls können jeden Groschen gut gebrauchen.

Nach dem wir kurz darauf diese „Elefantenhochzeit“ zwischen dem „Bündnis Sonntag nicht vor 17.30 Uhr“ und den Hartplatzpiraten publik machten, erhielten wir ein Schreiben vom Westfälischen Fußballverband (FLVW), der uns die Kooperation untersagen will. Mit wir meine ich auch die Vereine, die daran beteiligt sind. Genauer: die der FLVW dahinter vermutet. Letztlich kann jeder dem Bündnis beitreten und jederzeit wieder aus ihm austreten.

Reiner Grundmann sagte damals: „Da Theo Zwanziger uns nahegelegt hat, uns alternative Erlösquellen zu suchen, möchten wir mit den Hartplatzhelden kooperieren.“ Nun hingegen sagt er: „Wir hätten mit den Hartplatzhelden die Möglichkeit, Spiele von uns auf deren Homepage abzuspielen, sonntagabends kurze Ausschnitte, um über Sponsorengelder wenigstens ein bisschen Geld zu bekommen. Gerade hatten wir das angedacht, da kam vom Verband schon eine Art Abmahnung, dass das die Vereine das nicht dürften.“ Wie es weitergeht, wissen wir nicht. Der SC Schaffrath sowieso nicht.


Die Hartplatzhelden sind ursprünglich nicht als Vermarktungsplattform für Amateurvereine gegründet worden, sondern um Fußballern und Fußballfans Spaß zu bereiten. Und wenns ganz gut läuft, eine Redaktion aufzubauen, die, im Idealfall, jungen Sportjournalisten Arbeit bietet. Vom WFV, den wir irgendwann beim BGH treffen werden, sind wir auf der Schiene „kommerzielle Plattform“ bearbeitet worden (warum bezeichnen sie uns nicht als nicht-steuerbegünstigte?). Und sie haben tatsächlich Stuttgarter Richter gefunden, die finden, dass man, wenn ich das richtig verstehe, es gut begründen muss, im Internet Werbebanner zu verdienen. Unsere Reaktion darauf ist das Modell mit Grundmanns Bündnis. Das irgendwas zwischen Scherz und Ernst ist. Aber das Versprechen gilt. Für immer und alle.

Hier noch ein Feature aus dem Deutschlandradio über Kommerz im Fußball, in dem auch Grundmann zu Wort kommt.

Kommentare: 1
von Andreas am 17.06.2010 um 12:52h

JA JA super… Fußball WM Südafrika … habe aber irgendwo gehört, das /dass Trainerteam von Ottmar Hitzfeld mit einer neuen Fußballer-Analysesoftware von @krib DAT gearbeitet hat.

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