17 Jahre und privilegiert


Ich hab neulich ein A-Jugend-Spiel des Schemas David gegen Goliath gesehen. Bei Goliath, einem Oberliga-Verein mit einigen lokalen Bekanntheiten am Spielfeldrand, spielte der Torjäger der Liga, ein 17-Jähriger, für den der Klub, wie nicht nur Eingeweihte wissen, einige Euro lockergemacht hat und der die ganze Palette an Starattitüden im Repertoire hat: Reklamieren, Schwalben, Gockeltum. Der, wie ich weiß, sehr erfahrene Schiedsrichter hatte nicht den Mumm, den Jung-Star zu maßregeln. Jeden Freistoß, den er wollte, bekam er. Auch in der Jugend gibt es Klein und Groß – das ist mir nicht neu. Doch das Maß, wie hier ein routinierter Schiedsrichter sich in seinen Entscheidungen von einem Minderjährigen und seiner Entourage an der Barriere lenken ließ und seinen auch pädagogischen Auftrag unterlief, indem er sich der Hierarchie fügte, hat mich doch geärgert.

mehr unter: direkter-freistoss.de
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