HARTPLATZHELDEN AWARD 2010

Eine achtköpfige Jury hat entschieden, Hansi Küpper, Günther Jauch, Manni Breuckmann, Marco Bode, Dirk Gieselmann (11 Freunde), Alexander Marx (spox), Voegi (spox-User) und ich als Gastgeber meinen: Hartplatzheld 2010 ist Patrick Rölle vom Rheinlandligisten TuS Mayen.

1970 FS MG

 

Der Torschütze des Jahres erhält ein Paar Pelé Sports Fußballschuhe nach Wahl und einen Satz Performance Tees samt Hosen für seine Mannschaft. Der Uploader Fritz Schwanewede vom regionalen Internetfernsehen mykTV erhält einen Pelé Sports Hoody. Hier sieht man die Preise.

Platz 1: Rölle, der blitzschnelle Routinier

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Der Rheinlandligist TuS Mayen gewann das Derby gegen die SpVgg. Burgbrohl mit 2:1. An beiden Toren war der Mayener Routinier, Patrick Rölle, maßgeblich beteiligt. Den Siegtreffer markierte er in der 70. Minute aus 45 Metern, als er einen Abschlag des Gästekeepers, Maximilian Loth, volley ins Burgbrohler Gehäuse hob.

 

Manni Breuckmann verneigt sich: "Reaktionszeit nahe Null und präzise Fernschusstechnik. Ganz oben wegen unmittelbarer Abfolge von Idee und Realisierung." Alexander Marx stimmt ein "Flipper-Tor! So was habe ich noch nie gesehen. Und dann war das auch noch der Siegtreffer. Platz 1, keine Frage!" Voegi attestiert dem Schützen "Burgmüllersche Kaltschnäuzigkeit", und Hansi Küpper schließt: "Wer seine grandiose Schusstechnik trotz allerkürzester Reaktionszeit aufblitzen lässt, hat den Titel verdient." Upload: mykTV.

Platz 2: Häßler wie Bergkamp, nur schöner

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Eric Häßler vom SV Blau-Weiß Crottendorf, einem sächsischen Bezirksligisten. Im Spitzenspiel gegen Marienberg gelang ihm das 2:0. "Ballannahme und Abschluss sind eine fließende Bewegung", schwärmt Hansi Küpper. "Und dann noch genau in den Knick. Fast wie Bergkamp damals gegen Argentinien, nur noch schöner." "Eine bessere Schusstechnik geht einfach nicht", ergänzt Manni Breuckmann.

 

Dirk Gieselmann ordnet Häßlers Tor fußballhistorisch anders ein: "Eric trägt einen großen Namen, doch genaugenommen führt der in die Irre. Diesem Treffer nach müsste er Matt Le Tissier heißen. Wie der englische Großmeister des Gewaltschusses zieht er ab und trifft in den Winkel. Erstaunlich, wie cool die Steppjackenrentner am Spielfeldrand das Ereignis hinnehmen." Und ich finde: Großartig, wie man aus dieser Situation ein Tor machen kann! Hochgeladen hat das Video Torsten Oeser, die beiden haben schon woanders was gewonnen.

Platz 3: Der geadelte Sachse

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28. November 2010, Sachsenliga, Siegtreffer von Marcus von Durschefsky vom FC Eilenburg, der Macht an der Mulde. (1:0 beim Heidenauer SV). "Trotz eisiger Kälte mit gaaaanz viel Gefühl eingenetzt. Technisch sehr fein. Da wird einem warm ums Herz", sagt Alexander Marx. Voegi wird nostalgisch: "Das Getröte versetzt uns in die 80er. Doch der feine Schlenzer vom Strafraumeck lässt uns glauben, wir wären schon im Jahre 90. Wie Andy Brehme gegen Holland."

Dirk Gieselmann adelt den Schützen: "Irgendwann im Winter, irgendwo bei Pirna fiel dieses fantastische Tor. Man muss das dazu sagen, sonst denkt man noch, hier sei mal wieder Philipp Lahm am Werke gewesen: Von links in den Strafraum gesurft, geschaut, geschnibbelt, drin! Kann nicht jeder. Nur Lahm und dieser hochtalentierte Sachse."

Durschefsky ist auch mein Favorit: Sein Schussbein schwingt schulmäßig durch, man erkennt auch, dass der Torwart keine Pflaume ist, so hoch wie er springt. Dazu ein roter Ball, eine sinnvolle Zeitlupe und den Sponsor gut im Bild. Perfekt gefilmt und hochgeladen von swchen.

Platz 4: Smidts multiperspektivischer Fallrückzieher

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Noch mal Crottendorf, die sächsische Torfabrik. Simon Smidt mit einem Fallrückzieher. "Klaus Fischer lässt grüßen!", sagt Alexander Marx. Dirk Gieselmann warnt: "Klaus Fischer, mittlerweile um die 80, muss noch heute auf jeder Sportwerbewoche seinen Fallrückzieher zeigen. Deshalb, Simon: In Zukunft auch mal hässlich abstauben. Zählt trotzdem." Manni Breuckmann kämpft mit den Tränen: "Und ich dachte, so was gibt’s gar nicht mehr! Haltungsnote: Eins mit Sternchen."

Platz 5: Luis Crouch aus Königsbach

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Im E-Jugendspiel ASV Esthal gegen TSV Königsbach II (1:6), Südwestdeutscher Fußballverband, trifft Luis zum zweiten Mal. Manni Breuckmann schwelgt in Erinnerungen: "44 Jahre nach dem brachialen Emmerich-Tor bei der WM 1966 das durchdachte und raffinierte Gegenstück aus ähnlicher Position."

Hansi Küpper gibt zu bedenken: "Auch wenn es vielleicht ne Flanke werden sollte. Bei so einer Technik eines Jugendspielers und so einer fast mathematisch schönen Flugbahn gehört der Treffer in die Top 5." Dirk Gieselmann traut Luis noch viel mehr zu: "Der Peter Crouch der E-Jugend: Luis aus Königsbach. Den Längenvorteil von einem halben Meter ignorierend, erzielt er kein Kopfballtor, sondern schlenzt zuckerhaft aus unmöglichem Winkel. Aber was ist in dem Alter schon unmöglich? Nächstes Mal flankt er und köpft dann auch noch selber ein." Kamera: Felix Ludosan.

Platz 6: Flach oben rein

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Steven J. von der südpfälzischen VTG Queichhambach verzückt Manni Breuckmann: "Ganz in der Tradition der anderen göttlichen Freistoßschützen der Fußballgeschichte. Während des Antrabens reift der Plan und wird exakt und winkelmäßig in die Tat umgesetzt." Vögi unkt: "Wie sagte Mehmet Scholl einst: 'Die schönsten Tore sind diejenigen, bei denen der Ball schön flach oben reingeht'. Wer nicht weiß, was er gemeint hat, soll sich das Ding anschauen. Hohe Fußballkunst." Upload: Andre J.

Platz 7: Oberhessischer Hackenlupfer

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Im Gastspiel des oberhessischen B-Ligisten SSV Hommertshausen II beim SV Eckelshausen II trifft Fabian Reis bei der 3:7-Niederlage per Hacke zum zwischenzeitlichen 1:2. Manni Breuckmann wählt es zu seinem Tor des Jahres 2010: "Es könnte auch von einem brasilianischen Strandfußballturnier stammen. Fabians hohe Hackenkunst, treffsicher mit dem Rücken zum Tor und gegen eine Armee von Abwehrspielern." Hansi Küpper staunt: "Hackentore sind selten. Lupfertore gibts auch nicht so oft. Aber ein Hacken-Lupfer-Tor ist hart an der Grenze zu einzigartig." Hochgeladen von unserem Power User Michael Flemming.

Platz 8: Ein finsteres Dramolett von Tor

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Thorsten Kautz vom niedersächsischen TSV Schwaförden verwandelt einen Abschlag seines Keepers. Dirk Gieselmann würdigt seinen Favoriten mit einer Rezension: "Ein Tor wie ein Dramolett: Schon dem drallen Buffy-Ettmayer-Kopisten mit der Nummer 9 würde man nach seinem fulminanten Solo mit couragiertem Plauzeneinsatz den Treffer gönnen. Doch der Schuss: zu schlapp. Gehalten! Man fühlt, wie der geniale Dribbler all die Biere bereut, die er zu viel getrunken hat. 'Geht doch! Weiter!', bölkt der Betreuer tröstend. Ein gewisser Holger solle sich 'wieder fallen lassen'. Doch so tief, wie der Abschlag fliegt, kann sich niemand fallen lassen. Plötzlich dotzt der Ball vorm panischen Torwart auf, ein Schlitzohr köpft, das Ding ist drin. Hinterm Tor: die Finsternis. Nicht schön, aber schrecklich. Kreisliga, ich liebe dich."

Mich erinnert die Bildsprache dieses Werks an Blair Witch Project. Ich würde gerne wissen, was da am Anfang des Films schreit. Eine ganz tolle Hartplatzhelden-B-Seite. Regie und Produktion: Tomme.

Platz 9: Präzisionsarbeit

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Präzisionsschütze Robert Pietsch vom Sachsenligisten Heidenauer SV trifft im Pokalspiel gegen Krumhermersdorf (mehr). Am Torwart liegt es nicht, springen und fliegen kann der. Hochgeladen von swchen.

Platz 10: Wiederholungstäter

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http://www.hartplatzhelden.de/helden/torscht1976/thomas_loeser_-tor_des_jahres/

Fernschütze Thomas Löser ist ein Wiederholungstäter (im Vorjahr auf Platz 6).

Platz 11: Hechttor

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Ehrentreffer für den Heidenauer SV, der Schütze heißt Sebastian Hecht. Das Tor ist spektakulär, kommt etwas zu schlecht weg, wohl weil die Atmosphäre fehlt oder der Schnee zu grau ist. Hochgeladen von swchen. (of)

 
 
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