Auch dieses Jahr haben wir Freunde des Amateurfußballs gefunden, die aus tausenden Toren aus ganz Deutschland die schönsten acht gewählt haben. Aus fast ganz Deutschland, denn die Württemberger dürfen leider nicht mitmachen. Manni Breuckmann, Marco Bode, Günther Jauch und Reiner Grundmann, der Vorsitzende des SC Schaffrath, sind die Jury, und die haben einen Sieger gefunden: Erol Saciri, Spielertrainer aus Göttingen. Er gewinnt ein Paar Nike Tiempo III.
Anmerkung der Hartplatzhelden: In den vergangenen Jahren haben wir öfter und auch in anderen Kategorien prämiert, es gab mehr Preise, teilweise mehr Jurymitglieder. Wir bitten um Nachsicht, die Urteile der Stuttgarter Gerichte machen uns das Leben schwer. Aber uns gibt es noch, das betrachten wir als großen Erfolg. Wie lange noch, das hängt vom Urteil des Bundesgerichtshofs ab. Bis dahin freuen wir uns auf weitere schöne Tore.
Was der, gemäß Sportschau, Torschütze des Jahres Grafite kann, kann Erol Saciri, Spielertrainer vom PSV Blau-Gelb Göttingen, schon lange. Günther Jauch rät: "Vielleicht sollte sich Wolfsburg mal in der niedersächsischen Nachbarschaft nach einem Nachfolger für Grafite umsehen." Manni Breuckmann: "Als Maradona das Tor gesehen hat, isser vor Neid ganz blass geworden und brauchte zur Beruhigung einen Tequilla und drei Frauen." Hochgeladen von Ingrid.
Den zweiten Rang erreicht der siebenjährige Thomas Müller von der SpVgg Greuther Fürth. Gegen den ASV Vach gelingt ihm eins seiner unwiderstehlichen Dribblings. Manni Breuckmann schwelgt in Erinnerung an goldene Zeiten: "Keiner kommt an Gott vorbei, nur Libudas gestreifter Enkel." Einen Anflug von poetischer Anwandlung beobachten wir bei Günther Jauch: "Halb stolpert er, halb fliegt er hin, doch bleibt am End: Der Ball ist drin!" Gefilmt von Vater Wilhelm beim Hallenturnier des TSV Altenberg.
Patrick Reimann vom SC Weende Göttingen gelingt das Kunststück, einen Abschlag direkt unterzubringen. "Zu sehen", schmunzelt Manni Breuckmann, "ein Tor und noch ein Tor. Und der steht im Tor." Man fragt sich bei solchen Toren: Hat der Schütze ein bisschen Mitleid mit dem Überwundenen?
Philipp Klein trifft am 3. Mai 2009 für den hessischen Kreisoberligisten FSG Südkreis nach einer tollkühnen Idee zum 3:1-Enstand im Spiel bei seinem Ex-Klub FV Wehrda und bringt das Team aus Weimar (Lahn) dem Gruppenliga-Aufstieg ein Stück näher. Hochgeladen von Stefan Weisbrod.
Steven J vom VTG Queichhambach aus der Südpfalz kann es ganz genau. Manni Breuckmann kramt ganz tief auf dem Speicher: "Der legitime Nachfolger von Egon Nethövel (Germania Datteln), der in den 60ern nur solche Tore geschossen hat." Hochgeladen von Andre J aus Eußerthal.
Thomas Löser (SV Blau-Weiß Crottendorf, Bezirksklasse Chemnitz) hat ein waches Auge und einen ebenso kraftvollen wir feinen Fuß. Manni Breuckmann zählt dieses Tor zu seinen Favoriten, "auch wegen der mitreißenden Freude des Herrn unten links (mit dem Vogelnest auf dem Kopf)." Hochgeladen von Torsten Oeser.
Mit D-Zugs-GEschwindigkeit schenkt Daniel Schingnitz vom Eisenbahner Sportverein Dresden dem DSC mit einem satten Schuss das Ausgleichstor ein. Bitter, schließlich war der Gute mal selber DSC-Fan. Eingesandt von Peter Poitz.
Auf Rang 8 landet Jochen Höfler von Red Bull Leipzig, einem Verein, der nicht wenige Schlahzeilen macht. Im Testspiel gegen den RSV Göttingen gelingt ihm (Tor Nummer Zwei auf diesem Video) ein Dreher, wie man ihn sonst nur vom Handball kennt. Hochgeladen von Ingrid.
Eine schöne Ton-Bild-Schere von Johannes Ehrmann. Profane Musik, pathetischer Inhalt - oder wars umgekehrt? Ich frage mich seit Monaten: Will #7 (weiß) wirklich einen Freistoß für diesen Rempler?